FREIE PLÄTZE: 1 Platz ab sofort 07.00h - 12.30h

Pädagogisches Konzept

Pädagogik

Meine Pädagogik beruht auf einem einfachen Grundsatz:

Jeder Mensch wird als soziales Wesen geboren!

Ich verstehe mich als Begleiterin und wegweisende Unterstützung in dieser Welt, die anfangs noch so begrenzt und neu ist.

Durch die Lebenserfahrung, die wir unseren Kindern voraus haben, sind wir in der Lage, Ihnen auf den Weg zu helfen zu einem Leben, in dem Werte wie Selbstliebe, Selbstwert, Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse anderer, Freiheit im Denken und Handeln sowie Selbstständigkeit und Zuversicht eine wichtige Rolle spielen.

Ich bin sowohl in meiner Pädagogik als auch in meiner Raumgestaltung, meinem Tagesablauf und meiner inneren Haltung dem Kind gegenüber von verschiedenen Einflüssen geprägt.

Maria Montessori, die mit Ihrem berühmten Satz „Hilf mir, es selbst zu tun“ die Pädagogik revolutioniert hat, inspiriert mich ebenso wie Emmi Piklers Worte „Lasst den Kindern Zeit“ und der damit verbundene Umgang mit dem Kind.

Ein wichtiger Baustein meines Tagesablaufs ist der immer wiederkehrende Rhythmus der Dinge. Sei es der Rhythmus in jedem Tagesablauf oder der Rhythmus der Jahreszeiten mit ihren wiederkehrenden Themen und Festen. Durch die große Nähe zur Natur erleben die Kinder ganzjährig den Wechsel der Jahreszeiten hautnah selbst. Ob es die ersten Blüten im Frühjahr, die reifen Erdbeeren im Frühsommer, das bunte Laub im Herbst oder (hoffentlich) der ersehnte Schnee im Winter ist. Die Kinder erleben jeden Tag mit allen Sinnen was um sie herum geschieht, wie es schmeckt, riecht und sich anfühlt. Es macht mir großen Spaß, diese kindliche Sicht nicht zu verlieren und jeden Tag aufs Neue Dinge „zum ersten Mal“ zu entdecken.

Die Jahresfeste werden in unseren Tagesablauf einbezogen und vorbereitet. Da ich mit einem christlichen Hintergrund aufgewachsen bin, sind Ostern und Weihnachten neben den Geburtstagen die festlichen Höhepunkte im Jahr.

Wir leben allerdings in einer Gesellschaft, die sich allen Kulturen öffnet, also bin ich gespannt, ob ich eventuell Kinder begrüßen kann, die uns andere Feste und Gebräuche näher bringen können. Ein Leben in Offenheit und Toleranz kann uns alle nur bereichern.

Ich lege großen Wert darauf, dass jedes Kind seine Welt in seinem Tempo, ohne Hast und Ehrgeiz entdecken kann. Auch deshalb werden Sie in meinen Räumen auf den ersten Blick wenig „Spielzeug“ entdecken. Umso größer wird die Begeisterung Ihres Kindes sein, wenn es mit ausgesuchten Materialien seine Umgebung und die Gesetze der Natur erkunden kann.

Gesundheit und Hygiene 

Selbstständigkeit wird bei mir groß geschrieben daher erleben die Kinder viele Freiheiten und Möglichkeiten, sich auszuprobieren. Dies darf jedoch auf keinen Fall mit einem geringen Maß an Schutz und Sicherheit gleichgesetzt werden. Es ist selbstverständlich, dass die Gefahren des Alltags erkannt und verhütet werden, soweit dies eben möglich ist. So gehört die Sicherung der Steckdosen und elektrischen Geräte ebenso zur Grundausstattung wie die Sicherung des Herdes und des Gartens. Dazu zählt, dass keine giftigen Pflanzen oder Beeren zum Naschen verlocken, sowie ein ausbruchsicherer Zaun und die genaue Beobachtung der Kinder. Die Aufmerksamkeit ist außerhalb des Grundstücks natürlich besonders erhöht.

Da Kinder die Möglichkeit brauchen, sich möglichst frei zu bewegen und ihre Umgebung im wahrsten Sinne des Wortes zu „begreifen“, bleibt es nicht aus, dass die Kinder schmutzig werden. Dies kann sowohl beim Essen geschehen, als auch beim Malen oder beim Buddeln und Matschen im Garten. Es wäre aus diesem Grund hilfreich, liebe Eltern, wenn Sie stets gute Nerven und genügend bequeme Wechselwäsche mitbringen würden.

Nichtsdestotrotz ist Hygiene eine Grundvoraussetzung um gesund zu bleiben. Das gemeinsame Waschen vor und nach dem Essen ist deshalb obligatorisch. Zu diesem Zweck verfügt jedes Kind über ein eigenes Handtuch mit Waschlappen, das täglich gewechselt wird.

Um die Gesundheit meiner Person und der anderen Kinder zu gewährleisten, ist es außerdem unabdingbar, dass kranke Kinder zu Hause bleiben dürfen und nicht in die Kindertagespflegestelle gebracht werden, wo sie mich und die anderen Kinder anstecken können. Ich schreibe an dieser Stelle bewusst „zu Hause bleiben dürfen“, weil ich es für die Genesung des erkrankten Kindes für unbedingt notwendig halte, dass es in seinem gewohnten Umfeld, in Ruhe und mit Hilfe der am meisten geliebten Personen gesund werden darf. Auch wenn ich großes Verständnis habe für berufstätige Eltern und deren Nöte, ist die Pflege eines kranken Kindes eine Leistung, die ich nicht anbieten kann und die nicht zu Nutzen des Kindes ist.

Eingewöhnung und Abschied

Die Eingewöhnung eines Kindes in eine neue Betreuung ist jedes Mal aufregend und eventuell anstrengend. In meinem Bereich kommt hinzu, dass ich in der Regel die erste Person außerhalb der Familie sein werde, die Ihr Kind über längere Zeit betreut. Es ist deshalb besonders wichtig, in dieser Zeit sensibel auf das Kind einzugehen, es in seinem Mut, Vertrauen zu fassen, zu unterstützen, aber auch seine Grenzen zu respektieren.

Ich biete für Interessenten an einem Platz in meiner Hummelwiese eine wöchentliche Besuchsstunde an. So haben wir Erwachsenen die Möglichkeit uns bei mehreren Besuchen kennen zu lernen. Nicht immer stimmt die „Chemie“ und in so einem Fall ist es ein Glück und keine Schande, wenn man dies rechtzeitig bemerkt und beide Parteien sich neu umsehen können.

Zusätzlich ist es für das Kind eine tolle Möglichkeit, ganz langsam an die neue Umgebung, die anderen Kinder in der Gruppe und mich als Bezugsperson herangeführt zu werden. Dies kann die Eingewöhnungszeit deutlich erleichtern.

Ist es dann soweit und die Betreuungszeit beginnt, ist es selbstverständlich, dass zu Beginn Mama oder Papa als Begleitung dabei sind und jederzeit einen sicheren Hafen bieten. Wenn nach etwas Zeit ein Vertrauen aufgebaut werden konnte, verlässt uns Mama oder Papa für eine kurze Zeit, die dann ausgeweitet werden kann.

Die Dauer des Eingewöhnungsprozesses ist von Kind zu Kind unterschiedlich und sollte auch so behandelt werden. Fest steht, je sicherer die Mama und der Papa sind, einen guten Platz gefunden zu haben, desto schneller wird das Kind dieses Vertrauen übernehmen.

(Fast) alles, was einmal beginnt, hat auch ein Ende und so werden auch wir uns irgendwann trennen müssen, zumeist wird es zum Übergang in den Kindergarten soweit sein.

Dieses Ereignis wird in unserem Alltag mit einigem Vorlauf vorbereitet werden. So darf das Kind schon in den Wochen vorher im Alltag „Aufgaben für Kindergartenkinder“ übernehmen. Bücher zum Thema Kindergarten werden vorgelesen und zum Abschied ein kleines Abschiedsfest gefeiert. Auch für mich ist dies ein bewegendes Ereignis, habe ich doch den kleinen Menschen in der Regel zwei Jahre lang täglich begleitet und muss nun Abschied nehmen. Für eine Fotodokumentation seiner Zeit bei mir als Erinnerung zum mit nach Hause nehmen, wird auf jeden Fall gesorgt sein.

Der Beitrag der Eltern in der täglichen Zusammenarbeit

Das Verhältnis zu Ihnen, liebe Eltern, ist zwar ein geschäftliches, dessen Bedingungen in einem Betreuungsvertrag festgehalten werden, jedoch ist mir die persönliche Beziehung, auf die ich gleich genauer eingehe,  sehr wichtig.

In dem zwischen uns vor Beginn der Betreuungszeit geschlossenen Betreuungsvertrag sind die rechtlichen Rahmenbedingungen wie Betreuungsumfang, die Bezahlung, das Vorgehen bei Erkrankung des Tageskindes oder meiner Person sowie die Beendigung des Betreuungsverhältnisses enthalten. Ein wichtiger Unterpunkt des Vertrages betrifft die Schweigepflicht, die für beide Seiten bis über den Betreuungszeitraum hinaus gilt, und eine Datensicherheit sowie Stillschweigen über persönliche Situationen der Vertragspartner gewährleistet.

Die persönliche Beziehung zwischen uns ist das Fundament einer gelungenen Erziehungspartnerschaft. Dazu sind Vertrauen und Offenheit von beiden Seiten vonnöten, sowie Zuverlässigkeit und Gewissenhaftigkeit. Sie vertrauen mir das Wertvollste an, das Sie haben und ich verbringe meine wertvolle Zeit mit Ihrem Kind. Mir ist deshalb sehr an einem respektvollen und freundlichen Umgang gelegen.

Zu der Betreuung Ihres Kindes gehören eine Dokumentation der Entwicklung Ihres Kindes und ein jährliches Entwicklungsgespräch, das ich jeweils um den Zeitpunkt des Kindergeburtstages mit Ihnen führen werde. Darüber hinaus werden wir sicher in der täglichen Bring- und Abholsituation einige Worte zum aktuellen Geschehen wechseln. Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich in dieser Situation auf kurze Gespräche bestehen muss, da in der Regel noch andere Kinder zu betreuen sind oder mit dem Abholen Ihres Kindes mein Feierabend eingeläutet wird und meine eigenen Kinder meine Aufmerksamkeit erwarten. Bei Gesprächswunsch, kann natürlich jederzeit ein separater Termin verabredet werden, der dann bevorzugt ohne Kinder stattfindet.

Da ich den Kindern ein familiäres Umfeld bieten möchte, gehe ich gern auch mit Ihnen zum Du über. Es fördert das Vertrauen des Kindes in mich, wenn es so erfährt, dass wir ein freundschaftliches Verhältnis pflegen.